Duschkabine abdichten: 2 Methoden mit DIY-Anleitung

Duschkabine abdichten, DIY-Anleitung

Sie sind gerade mit dem Duschen fertig und schon wieder steht Ihr halbes Bad unter Wasser? In diesem Fall sollten Sie Ihre Duschkabine abdichten, um dieses Problem zu beheben. Egal ob Sie gerade neu eingezogen sind und die Duschtür nicht komplett abgedichtet ist oder eine Dichtung Ihrer bisherigen Kabine gebrochen ist, in Eigenregie lässt sich dies problemlos selbst richten.

Eine undichte Duschkabine ist dank den heutzutage angebotenen DIY-Möglichkeiten kein Fall für den Sanitärbetrieb mehr. Es werden verschiedene Methoden geboten, über die Sie selbst undichte Duschtüren oder Glaswände abdichten können und somit eine Überschwemmung im Bad verhindern. Zudem handelt es sich bei diesen Methoden um kostengünstige Alternativen, die mit geringen Kenntnissen umgesetzt werden können. Dafür benötigen Sie nur eine ausführliche DIY-Anleitung, die Ihnen die notwendigen Materialien, Utensilien und Schritte erklärt, um Ihre Duschkabine effektiv und innerhalb kurzer Zeit abzudichten. Diese finden Sie hier.

Duschkabine abdichten

Wenn Sie sich endgültig dazu entschlossen haben, Ihre Duschkabine auf eigene Faust abzudichten, stehen Ihnen zwei Methoden zur Verfügung. Diese werden jeweils auf eine andere Art mit anderen Werkzeugen und Utensilien durchgeführt und bieten sich je nach Kosten-, Zeit- und Arbeitsaufwand besser oder weniger günstig für Sie an. Zu jeder Methode finden Sie eine passende DIY-Anleitung mit Tipps, um Ihre Duschkabine wasserfest zu machen. Bedenken Sie aber, dass eine der beiden Methoden deutlich schwerer umzusetzen ist, sich aber besser für Duschen mit einem ungünstigen Grundschnitt eignet.

Duschkabine abdichten, Duschkabine im Bad

Tipp: Alternativ können Sie einen Sanitärbetrieb beauftragen, wenn Sie selbst nicht im Haushalt bewandert sind und auf eine langfristig effektive Methode setzen wollen. Die Kosten zum Abdichten einer Dusche sind hauptsächlich abhängig von der Größe und den verwendeten Materialien.

Dichtleisten: DIY-Anleitung

Eine der einfachsten Methoden, durch die Sie Ihre Duschkabine abdichten können, ist die Verwendung fertiger Dichtungsleisten, die Sie mit wenigen Handgriffen verlegen können. Diese eignen sich ausschließlich für die Abdichtung der Duschtür oder Glaswände, wenn diese über einen Zwischenraum verfügen, der nicht schon geschlossen ist. Der große Vorteil an diesen ist die einfache Nutzung.

Da es sich bei diesen um vorgefertigte Teile handelt, sind Aufwand und Kosten gering. Als einziger Nachteil ist der nicht komplette Schutz vor austretendem Wasser zu nennen. Bei besonders hohen Wassermengen dringt dieses unter der Dichtung hervor, vor allem wenn viel Druck auf ihr lastet. Grund dafür ist das fehlende Silikon, welches den Zwischenraum komplett abdichten würde. Sie benötigen für diese Methode die folgenden Materialien und Utensilien.

Duschkabine abdichten, Dusche im Badbereich

  • Dichtleisten oder Duschdichtung (Begriff je nach Hersteller unterschiedlich)
  • Glas- oder Badreiniger
  • Putztücher
  • Cuttermesser

Mehr benötigen Sie für diese Methode nicht. Die Duschdichtungen sind vor allem für Duschkabinen geeignet, die schon mit solchen Dichtungen versehen sind. Gerade bewegliche Komponenten wie die Duschtür werden mit dieser ausgestattet und müssen aus diesem Grund häufiger gewechselt werden. Die dauerhafte Nutzung sorgt für einen heftigen Verschleiß der Dichtungen. Sie haben dabei die Auswahl zwischen den folgenden Dichtungen.

  • gerade Dichtungen
  • Schwallschutzleisten: diese liegen am Boden an
  • Rundduschendichtungen
  • Dichtungen mit Magnetprofilen: diese schließen die Dusche ab

Grundlegend werden Sie wahrscheinlich eine der geraden Dichtungen und Schwallschutzleisten verwenden. Bei den geraden Dichtungen haben Sie je nach Hersteller eine große Zahl an Profilen zur Verfügung. Messen Sie vor dem Kauf der einzelnen Dichtungen also unbedingt die folgenden Werte aus.

  • Glasdicke in mm
  • Abstand zum Boden oder anderen Duschteilen in mm

Duschkabine abdichten, Duschkabine ausmessen

Das sind die hauptsächlichen Größen, die Sie zur Bestellung benötigen und Ihnen bei der Auswahl hilfreich sein werden. Die Länge ist nicht immer wichtig, da Sie sich die Dichtung zuschneiden können. Sie darf nur nicht zu kurz sein. Bei Runddichtungen dagegen sollten Sie die notwendige Länge auf jeden Fall ausmessen, da diese deutlich teurer sind.

Durchschnittlich belaufen sich die Kosten pro Dichtung auf 12 bis 35 Euro für 100 Zentimeter Dichtung, abhängig vom Hersteller und Typ. Manche Hersteller passen manche ihrer Dichtungen an Türen oder Duschwände an. Das sollten Sie bei der Auswahl ebenfalls beachten. Sobald Sie die notwendigen Dichtungen besorgt haben, können Sie Ihre Duschkabine abdichten. Folgen Sie dazu dieser DIY-Anleitung.

Duschkabine abdichten, Kostenverteilung

Schritt 1: Beginnen Sie damit, die alten Dichtungen an Ihrer Duschkabine zu entfernen, falls sich dort noch welche befinden. Im Normalfall müssen Sie diese einfach nur abziehen. Falls diese festsitzen, nutzen Sie ein stumpfes Werkzeug und lösen die Duschdichtung. Diese können Sie einfach im Hausmüll entsorgen, da es sich hauptsächlich um Silikon und Kunststoff handelt.

Schritt 2: Nun reinigen Sie die Kanten der Glastüren und Duschwände gründlich mit einem Reinigungsmittel. Trocknen Sie diese, damit sich keine Feuchtigkeit unter der Duschkabinendichtung sammeln kann. Gut geeignet sind hier saugfähige Tücher, die sehr viel Feuchtigkeit aufsaugen und so die Gefahr auf eine mögliche Wasseransammlung verhindern.

Schritt 3: Packen Sie die fertigen Duschdichtungen aus und überprüfen Sie diese auf Risse oder andere Mängel. Falls die Dichtung beschädigt ist, sollten Sie diese nicht mehr verwenden, da sie wahrscheinlich ihre Funktion nicht mehr richtig ausführen kann. Das ist besonders wichtig, wenn Sie zum Beispiel einen empfindlichen Boden im Rest des Badezimmers haben oder Wasser bis in den Flur oder andere Räume gelangen könnte, die nicht resistent gegen Feuchtigkeit sind.

Schritt 4: Befestigen Sie diese nun nach der Anleitung des Herstellers, falls eine beiliegt. In den meisten Fällen müssen Sie die Dichtung einfach nur entsprechend der richtigen Ausrichtung an der Scheibe oder Tür befestigen. Dafür wird diese auf das Glas aufgesteckt und müsste danach fest sitzen. Manche Duschdichtungen verfügen über ein Stück Plastik, das nach innen gebogen ist. Dieses findet sich häufig an Schwallschutzleisten und soll das Wasser in einem angenehmen Winkel nach innen und weg von der Scheibe lenken. Diese muss immer nach innen zeigen.

Schritt 5: Nachdem Sie die Duschdichtung montiert haben, überprüfen Sie den Sitz. Sie darf nicht locker sitzen, denn sonst wirkt sie nicht. Sobald der Sitz stimmt, nehmen Sie das Cuttermesser und kürzen das überschüssige Material auf die notwendige Länge.

Schritt 6: Zum Abschluss sollten Sie den Boden und das Glas der Dusche noch einmal reinigen. Auf dem Glas kann während der Montage Schmutz haften. Zudem wollen Sie bestimmt keine dreckigen Fingerabdrücke auf dem Glas zurücklassen. Ebenso sollten Sie mögliche Reste von Plastik oder Silikon entfernen, die sich während der Montage von der Duschdichtung gelöst haben. Häufig ist das nach dem Zuschnitt notwendig.

Duschkabine abdichten, Reinigungsmittel

Nun haben Sie die Duschdichtung montiert und können entspannt duschen, ohne sich von einer riesigen Pfütze nach dem Duschen überraschen lassen zu müssen. Achten Sie bei der Montage immer auf mögliche Anweisungen des Herstellers, denn nicht alle Produkte sind gleich.

Tipp: Sie müssen sich keine Sorgen um die Größe der Dichtleisten und Manschetten machen, da diese nach typischen Duschkabinenausmaßen hergestellt werden, die sich im Großteil der deutschen Bäder befinden. Falls spezielle Duschausmaße beim Bau Ihres Hauses zum Einsatz kamen, ist es jedoch möglich, dass die Teile nicht passen.

Sanitärsilikon: DIY-Anleitung

Ebenfalls können Sie Ihre Duschkabine abdichten, wenn Sie Sanitärsilikon nutzen. Dieses wird seit Jahren für genau diesen Zweck genutzt, da es die Bildung von Schimmel verhindert und einen guten Schutz vor austretendem Wasser darstellt. Mit dem Sanitärsilikon können Sie gleich mehrere Komponenten der Duschkabine abdichten.

  • Bodenverbindungen
  • Wandverbindungen
  • Fugen

Das Silikon eignet sich nur wenig für die Türen, da es sich nicht auf den Kanten auftragen lässt. Es wird als feste Verbindung genutzt, die effektiv das Wasser aufhält und nach richtigem Auftragen lange beständig bleibt. Wenn Sie also eine lose Dichtung haben, die sich nicht an den beweglichen Teilen der Duschkabine befindet oder zum Schließen eines großen Abstands, zum Beispiel der Duschwand mit dem Boden, sollten Sie diese durch Sanitärsilikon abdichten.

Duschkabine abdichten, Silikon zum Abdichten verwenden

Für diese Methode benötigen Sie folgende Materialien und Utensilien:

  • Sanitärsilikon
  • Kartuschenpresse
  • Fugenglätter
  • Spülmittel
  • Schüssel
  • Reinigungsmittel
  • Tuch
  • Klebeband
  • Handschuhe

Duschkabine abdichten, Silikon und Kartuschenpresse

Beim Sanitärsilikon haben Sie wirklich die Qual der Wahl, da es von einer Vielzahl von Herstellern angeboten wird. Im Durchschnitt bezahlen Sie für eine Kartusche, die problemlos zum Abdichten reicht, zwischen fünf und zehn Euro. Die Kartuschenpresse selbst kostet je nach Qualität zwischen acht und 30 Euro. Einen Fugenglätter erwerben Sie für etwa zehn Euro. Sobald Sie alle notwendigen Materialien und Utensilien bereit haben, können Sie mit dem Abdichten Ihrer Duschkabine beginnen.

Duschkabine abdichten, Sanitärsilikon

Schritt 1: Falls Sie noch altes Silikon an der zu verdichtenden Stelle haben, entfernen Sie dieses mit einem Fugenkratzer. Danach reinigen Sie die Stelle gründlich, damit kein überschüssiges Silikon mehr an der entsprechenden Stelle mehr vorhanden ist. Gründlich abtrocknen, um Feuchtigkeit unter der Leiste zu verhindern.

Schritt 2: Legen Sie die Kartusche mit dem Silikon in die Presse ein und fixieren Sie diese. Je nach Modell gelingt das auf unterschiedliche Weise.

Schritt 3: Führen Sie nun die Spitze der Kartuschenpresse entlang der Kante, die Sie abdichten wollen. Führen Sie die Kartuschenpresse in einem Zug über die Kante und versuchen Sie dabei, nicht abzurutschen, da Sie sonst das Silikon entfernen und wieder neu auftragen müssen.

Duschkabine abdichten, Silikonfuge aufbringen

Schritt 4: Bereiten Sie eine Schüssel mit Wasser und einigen Tropfen Spülmittel vor. Tauchen Sie den Fugenglätter in die Lauge und streichen Sie mit ausreichend Kraft das Silikon glatt. Das muss ebenfalls in einem Zug geschehen, sonst wird die Fuge nicht glatt. Tragen Sie bei diesem Schritt unbedingt Handschuhe.

Schritt 5: Nun lassen Sie das Silikon trocknen. Danach können Sie die Duschkabine nutzen.

Tipp: Als eine Alternative zum Sanitärsilikon können Sie sogenannte Abdichtbänder nutzen. Diese haben die gleiche Funktion, nur werden diese einfach auf die entsprechende Stelle geklebt, was zwar nicht gut aussieht, aber sehr einfach umzusetzen ist.

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