Basilikum, das „Gewürz der Könige“, zählt für die meisten Menschen zu den köstlichsten Gewürzen. Grund genug, Sie vom vielleicht doch irgendwie nach Pestiziden schmeckenden Supermarkt-Töpfchen zu befreien, Basilikum ist nämlich recht einfach anzupflanzen, zu pflegen und zu ernten, sogar im Haus. Und das eröffnet ungeahnte Möglichkeiten.

Die Aussaat von Basilikum und das Anpflanzen von Basilikum sind genauso unkompliziert wie die Pflege und Ernte von Basilikum. Die recht simple Kultur wird nachfolgend ausführlich vorgestellt – darüber hinaus können Sie aber auch noch einige der rund 75 Basilikum-Arten kennenlernen, die es bei uns heute zu kaufen gibt und mit denen Sie kulinarisch viel Neues erleben können:

Aussäen oder Pflanzen?

Eine Frage, die so nicht pauschal beantwortet werden kann, das hängt von Ihrem kulinarischen Ehrgeiz und Ihrem „Basilikum-Ehrgeiz“ ab (was damit gemeint ist, werden Sie weiter unten erfahren):

1. Erst einmal zum ganz normalen Basilikum, den mit den großen grünen Blättern und mäßig buschigem, verzweigten Wuchs, so wie Sie ihn gewöhnlich im Supermarkt im Töpfchen mitnehmen.

basilikum-05Dieses Basilikum ist immer einjährig. Die Töpfchen-Zuchtsorten zeichnen sich nicht durch übermäßige Überlebenskraft aus, auch wenn Sie sie liebevoll selbst aufziehen. Solche Zuchtsorten des Basilikums werden aus Samen gezogen, sie sind so gezüchtet, dass sie in einer Saison schnell und willig hochwachsen und rasch viele große Blätter produzieren. So gehen Sie vor:

  • Ziehen Sie einjähriges Basilikum am besten per Aussaat in Anzuchttöpfe vor, dann können Sie länger ernten
  • Wenn Sie die kleinen Sämlinge später mit Topf ins Beet setzen, sind die Jungpflanzen perfekt vor Schnecken geschützt
  • Füllen Sie gute Blumenerde mit etwas Sand vermischt in die Töpfe
  • Basilikum muss als Lichtkeimer nur aufgestreut und nicht mit Erde bedeckt werden
  • Während sie keimen, müssen die Samen durchgehend feucht gehalten werden
  • Decken Sie den Topf am besten mit Folie ab, der wärmeliebende Basilikum fühlt sich wohl im „Minigewächshaus“ (auch im echten)
  • Während der Anzuchtzeit möchte das Basilikum an einem hellen, nicht sonnigen Ort stehen und eine Temperatur von rund 25 Grad genießen
  • Feuchten Sie die Erde regelmäßig mit eine Sprühflasche an, dabei wird auch immer gleich gut gelüftet
  • Die Samen keimen normalerweise ziemlich schnell, nach rund einer Woche sollten Sie das erste Grün sehen
  • Nach etwa einem Monat sollten die Stecklinge genug Wurzeln gebildet haben, sodass sie auspflanzt werden können

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Gattung Basilikum liegt im tropischen Afrika und Asien, damit ist jedes Basilikum so wärmeliebend, dass Sie die Anzucht frühestens um Mitte Mai (nach den Eisheiligen) in den Garten setzen sollten. Wenn Sie Basilikum direkt ins Gartenbeet aussäen möchten (natürlich möglich, aber im schneckenreichen Garten werden Sie ein paar Blättchen opfern müssen, und die Erntezeit wird ohnehin ein wenig kürzer), ist jetzt auch der frühestmögliche Zeitpunkt.

Basilikum möchte an einen schön warmen, sonnigen und windgeschützten Standort gesetzt werden, in lockere, humushaltige und für Kräuter ungewöhnlich nährstoffreiche Erde. Weil die Aussicht auf reichlich grüne Blätter so verlockend ist, werden Basilikumpflanzen oft in Büscheln eng nebeneinander gepflanzt. Lassen Sie sich nicht verführen, Basiliken entwickeln sie sich einzeln stehend sehr viel besser und gesünder:

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Wenn Sie in Bezug auf geeignete Standorte auswählen können, könnten Sie mit einer Basilikum-Barriere den Versuch starten, Ihren Sitzplatz im Garten wespenfrei zu halten. Sicher ist, dass sich Wespen durch unangenehme Gerüche vertreiben lassen, weniger sicher ist, welche Wespe welchen Geruch nicht mag. Lavendel, Nelken, Citrusdüfte und viele andere ätherische Öle stehen unter Verdacht, Basilikum ist auch dabei (siehe dazu unten bei Buschbasilikum). Ein kräftiges Basilikum könnten Sie als Wespenschreck ausprobieren, vielleicht im ersten Jahr unterstützt durch eine sichere Wespen-Leckerei in ebenso sicherer Entfernung:

2. Im Frühjahr können Sie vom ganz normalen Basilikum auf vielen Märkten auch vorgezogene Jungpflanzen kaufen. Wenn es ein echter Öko-Markt mit gut sortierten Kräuterhändlern ist, finden Sie vielleicht auch einen der seltenen Basiliken (auch wenn es keine Kirchen sind, der zweite „offizielle“ Plural), die Ihnen unten vorgestellt werden, z. B. einen roten Basilikum:

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Sie können natürlich auch versuchen, den Topfbasilikum aus dem Supermarkt in den Garten zu setzen, wenn die Zeit gerade passt. Allerdings sollten Sie sich darauf gefasst machen, dass das in einer Enttäuschung enden könnte – macht ja nichts, sonst wäre der Basilikum ohnehin im Müll gelandet, Sie sollten nur wissen, dass es nicht an Ihrer Pflege liegt. Das Basilikum aus dem Supermarkt ist auf schnelles Wachstum gezogen, das Gegenteil von Zucht zu einem langen Leben sozusagen. Diese Pflanze erinnern sich eher selten daran, dass man in Erde Wurzeln bildet und ordentlich wächst, meist endet das Experiment eher so:

3. Wenn Sie kulinarisch wählerisch sind und schon zu den Basilikum-Experten gehören, geben Sie sich ohnehin nicht mehr mit Töpfchen-Basilikum ab, sondern sind immer neuen Basilikum-Sorten und Arten auf der Spur. Wenn Sie ein besonders seltenes und/oder wohlschmeckendes Exemplar ergattert haben, sollten sie von dieser Pflanze gleich im Vorjahr Stecklinge nehmen, die in der nächsten Saison fertig zum Auspflanzen sind:

  • Das lohnt sich vor allem bei den mehrjährigen Basiliken
  • Schneiden Sie die Stecklinge im Sommer auf dem Höhepunkt der Vegetationsperiode
  • Nehmen Sie von der Mutterpflanze einen fingerlangen Trieb mit Spitze
  • Es sollte ein junger kräftiger Trieb sein, der aber noch keine Spuren von Verholzung aufweist
  • Von diesem Trieb entfernen Sie unten die Blätter und stecken die Stecklinge in Töpfe, in denen sie überwintern können

Basilikum pflegen und ernten

Wenn Sie das Basilikum an den richtigen Standort gesetzt haben, brauchen Sie jetzt eigentlich nur noch beobachten und warten. Fast nur noch beobachten und warten:

  • Wenn es schlapp wirkt (und erst dann, fördert das Aroma), muss das Basilikum gegossen werden
  • Dauerhafte Feuchte möchte Basilikum auf keinen Fall erleben
  • Wichtig ist eine möglichst gleichmäßige Wassergabe, am besten von unten, damit die Blätter nicht verbrennen.
  • Alle Basilikum-Arten wachsen enorm schnell und verbrauchen dabei viele Nährstoffe
  • Draußen braucht Basilikum deshalb von vornherein einen Standort in nährstoffreicher Erde
  • Immer wenn das Basilikum einen Hauch seiner kräftigen Farbe verliert, kann er ein wenig organischen Dünger bekommen, so bekommt er das beste Aroma
  • Aber bloß nicht überdüngen, darunter leidet das Aroma auch wieder
  • Düngen mit Hornmehl soll die Entwicklung der Blütenstände verzögern

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Die Ernte kann beginnen, wenn sich die ersten kräftigen Blätter entwickelt haben. Sie gehört praktischerweise zur laufenden Pflege eines Basilikums, denn wenn Sie lange ernten möchten, müssen Sie ohnehin laufend die Blüten entfernen bzw. sich andeutende Blütenstände wegschneiden (die Triebspitzen, hier entwickeln sich die Blüten). Denn wenn das Basilikum es geschafft hat, Blüten zu entwickeln, hat es die Nachkommenschaft gesichert und fährt die die Blattproduktion zurück.

Tipp: Bei einigen Basilikum-Sorten lohnt es sich unbedingt, ein paar Blüten entstehen zu lassen, weil sie ungewöhnlich schön sind und sehr gut duften.

Wenn es so viele Blüten werden, …

können Sie erst einmal ein paar in die nächsten Cocktails oder auf den nächsten Salat streuen, kein kulinarischer Hochgewinn, aber hübsch. Den Rest der Blüten können Sie dann ausreifen und an der Pflanze vertrocknen lassen und Samen für die nächste Saison ernten. Allerdings nur von fruchtbaren Sorten, eine Hybride wie ‚African Blue‘ kann z. B. keine fruchtbaren Samen produzieren. Die Samen können Sie nach etwas nachtrocknen einfach aus dem Stängel ausschlagen. Die restlichen Blätter eines einjährigen Basilikums können zum Jahresende auf einmal abgeerntet werden – und am besten gleich zu einem Pesto verarbeitet werden. Getrocknetes Basilikum gibt es zwar, aber das ist meist nur noch ein Schatten seiner selbst.

Wenn sich ein mehrjähriges Basilikum irgendwann zum imposanten Busch entwickelt hat, kann es zum Herbst einen Rückschnitt per Rundumernte vertragen (oder notfalls auch im Frühjahr stärker zurückgeschnitten werden), bis es wieder so schön ordentlich aussieht:

Basilikum im Haus

Alle Basiliken können auch im Haus gezogen werden, wenn Sie ihnen dort einen Standort bieten können, der hell genug ist, was im Innenraum öfter ein Problem wird. Fenster schlucken Mengen des von Pflanzen genutzten Lichtspektrums, allerdings leidet darunter zuerst die Blütenbildung, nicht das Blattwachstum. Wärme gibt es im Wohnraum genug, Nährstoffe gibt es regelmäßig (und mäßig) aus der Flüssigdünger-Flasche. Gleichmäßige Bewässerung ist in der Nähe des Wasserhahns eher kein Problem, Staunässe kann (und muss) durch einen Ablauf im Topfboden verhindert werden.

Wenn Sie Basilikum im Haus ziehen, haben Sie sogar die Chance auf ganz neue Experimente mit ausdauernden Basiliken, die bei Frost zwar auch nicht im Garten überwintern können (winterhart ist KEIN Basilikum), aber im Haus überwintert werden können:

  • Möglichst hell und bei Temperaturen zwischen 15 und 20 °C aufstellen
  • Wählen Sie den Standort mit der höchsten Luftfeuchte, sprühen Sie gelegentlich feines Wasser über die Pflanzen
  • Je verholzter ein ausdauerndes Basilikum schon ist, desto trockener sollte er im Winter stehen
  • Ausdauernde Basiliken sollten gelegentlich rundum beschnitten werden, damit sie kompakter wachsen
  • Wenn ein ausdauerndes Basilikum schwächelt, können Sie ihn aus Stecklingen verjüngen
  • Die Überwinterung muss nicht immer klappen, aber die Kultur der wuchswilligen Pflanzen lohnt sich auch nur für ein Jahr

Basilikum-Klassiker

Oben war schon vom „Basilikum-Ehrgeiz“ die Rede, und es wurde angedeutet, dass Basilikum kulinarisch mehr zu bieten hat als die üblichen grünen Blätter auf Mozzarella und Tomate. Nun wird es Zeit, Ihnen wenigstens auszugsweise auch ein paar Basiliken vorzustellen, bei denen sich Basilikum-Ehrgeiz wirklich lohnt:

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1. Die grünen, einjährig kultivierten Klassiker

Der bekannte grüne Basilikum wird seit Jahrzehnten in einigen immer gleichen Sorten gezogen, die Sie kennen sollten, wenn Sie auf den typischen Basilikum-Geschmack aus sind:

• Ocimum basilicum, Feines Grünes, auch als Französisches Basilikum bekannt, feinblättrig, besonders feines Aroma, auch für Süßspeisen geeignet
• Ocimum basilicum, Fino Verde, gilt als bestes Basilikum für Pesto, kleine, dicke, konzentriert aromatische Blätter, die im Aroma sehr ergiebig sind
• Ocimum basilicum Genoveser, die bekannteste Sorte überhaupt, große dunkelgrüne gewölbte Blätter, typisches Aroma, raschwüchsig, unempfindlich
• Ocimum basilicum, Italienisches grossblättriges Basilikum, gesunde Sorte, die gerne in italienischen Restaurants eingesetzt wird. Geschmack wie Genoveser, aber mit besonders langen, leicht gewellten großen Blättern, die im Alleingang ein Sandwich aufzupeppen
• Ocimum basilicum ‚Queen of Sheba‘ gilt als „die Königin der Würze“, dunkelgrüne Blätter, lila Blüten, kompakter fast buschiger Wuchs

2. Neue und besondere Sorten des klassischen einjährigen Basilikums

Aber auch beim klassischen grünen Basilikum tüfteln die Züchter weiter, immer wieder neue Zuchtsorten kommen auf den Markt. Da es sich um ein Kraut mit einem ordentlichen Absatzmarkt vor allem bei Gastronomie-Profis handelt, wird nachhaltig und sorgfältig gezüchtet – was nicht schmeckt und nicht wächst, kann in einem solchen Umfeld nicht lange bestehen. Diese Sorten werden Sie nicht beim nächsten Massenwaren-Blumenhändler finden, aber wenn Sie sie kennen, können Sie gezielt suchen:

  • Ocimum basilicum „Crispum“, Salatblättriger Basilikum, ertragreiche italienische Spezialität mit sehr zarten Blättern, braucht unbedingt Windschutz
  • Ocimum basilicum Compatto FT ist eine besonders robuste, kompakte Sorte, die Fusariumtolerant ist
  • Ocimum basilicum ‚Green Ruffles‘ oder Grünes Krauses ist mit seinen großen, fein gekrausten Blättern sehr aromatisch und sehr ergiebig
  • Ocimum x basilicum „Nufar F1“ ist das erste fusariumresistente Genoveser Basilikum, getestet von der University of Massachusetts, USA

3. Exotische Sorten des klassischen einjährigen Ocimum basilicum

Auch das bekannte grüne Basilikum muss nicht immer „typisch nach Basilikum“ schmecken:

  • Ocimum basilicum ‚Ararat‘ hat Blätter mit Purpur-Zeichnung und ein starkes, überraschendes Aroma mit Lakritzanteilen, das Salate, Tomatengerichte und Pestos ungewöhnlich auffrischt
  • Ocimum basilicum ‚Korsisch‘ ist ein sehr mild schmeckendes Basilikum mit rot-grün marmorierten Blättern, dessen Aroma sowohl zu Pikantem als auch zu süßen Gerichten passt
  • Ocimum basilicum ‚Neopolitanisch‘ hat ein ausgesprochen pfeffriges Aroma in seinen krausen lindgrünen riesigen Blättern, sehr wärmebedürfti
  • Ocimum basilicum ‚Sweet Dani‘, in den USA preisgekrönte Sorte mit starkem Zitronengeschmack und einem hohen Gehalt an ätherischen Ölen (v. a. Citral)
  • Ocimum basilicum ‚Subja‘ ist eine hübsche robuste Art, deren Samen in Indien zusammen mit Rosensirup dem bekannten Milchgetränk „Falooda“ den besonderen Charakter geben. Die aromatischen Blätter können aber auch verwendet werden

4. Bunter einjähriger Ocimum basilicum

Wie die letzten, gerade aufgeführten Sorten andeuten, muss das bekannte grüne Basilikum auch nicht immer grün sein:

  • Ocimum basilicum ‚Dark Opal‘, die Großmutter aller rotblättrigen Züchtungen mit tief purpurroten Blättern und rosa Blüten, etwas empfindlicher als der ‚Genoveser‘, etwas herber im Geschmack, auch toll für heiße und kalte Tees
  • Ocimum basilicum ‚Osmin‘ entwickelt rote Blätter mit Nelkenduft und ist eine der dunkelsten rotblättrigen Sorten
  • Ocimum basilicum ‚Purple Delight‘ ist eine neue verbesserte purpurrote Sorte mit mittelgroßen Blättern, kräftiger Statur und starkem Aroma
  • Ocimum basilicum ‚Purple Ruffles‘ oder ‚Rotes Krauses‘, wunderschöne große dunkelrote krause Blätter, tiefrosa Blüten, bestes Aroma der samenvermehrten Rotblättrigen

Mehrjähriges Basilikum

Keine Ahnung, warum es so wenig bekannt ist und so wenig verbreitet wird (ein Schelm, wer an Verkauf dabei denkt), aber eigentlich bzw. natürlich ist Basilikum eine mehrjährige Pflanze, echte einjährige Pflanze gibt nur ganz selten in der Natur.

Basilikum wird bei uns deshalb nur einjährig gezogen, weil das Tropenkraut deutsche Winter nicht überleben kann und will. Bei der Basilikum-Zucht können schon einmal Pflänzchen herauskommen, die nur abgeerntet werden sollen und dann nicht mehr weiterleben müssen/sollen. Wenn Sie die überwintern würden, könnten sie sich berappeln, werden aber meist nicht besonders lange durchhalten. Je ursprünglicher ein Basilikum, desto mehr „kann er sich noch daran erinnern“, dass er eigentlich viele Jahre hindurch weiterzuwachsen und groß und alt werden wollte … mit etwas Glück tut er das in Ihrer Küche.

Die mehrjährigen Basiliken gibt es sogar in mehreren spannenden Arten und Sortengruppen:

1. Ursprüngliche/rückgezüchtete Sorten

  • Ocimum basilicum x ‚Amethyst Improved‘, dunkel purpurrot, gewölbte dicke Blätter, typisches Genoveser Aroma, wächst buschig, wenn die Spitzen geerntet werden
  • Ocimum basilicum Cubanisches Strauchbasilikum, ausdauernder Ersatz für Genoveser Basilikum, mit stärkerem Geschmack und mehr Widerstandskraft
  • Ocimum basilicum Provence-Basilikum aus Südfrankreich, das dort hauptsächlich verkauft wird, buschig, kleinere Blätter als Genoveser, größere Blätter als Buschbasilikum, typisches Aroma: Nehmen, wenn Sie rankommen!
  • Ocimum basilicum ‚Rosie‘, dunkelrot, kompakt, aufrechter wachsend als die meisten anderen rotblättrigen Sorten, Genoveser Aroma
  • Ocimum basilicum ‚Toscano‘, großblättriges Basilikum aus der Toskana mit einer Spur Minz-Aroma und welligen großen Blättern
  • Ocimum basilicum ‚Zansibar‘, Spitzenaroma mit Anis, Kümmel, Koriander, stark gezähnte gewellte Blätter, traditionelles Basilikum in Tansania, das sogar getrocknet werden kann

2. Buschbasilikum

Buschbasilikum ist eine uralte Zucht aus dem Mittelmeerraum und in Griechenland und Indien als Zierpflanze zur Mückenabwehr bekannt. Die normalerweise bei uns auch eher einjährig gezogen wird, weil sie den Winter nicht übersteht. Im Haus können Sie aber jedes Buschbasilikum länger zu kultivieren versuchen, z. B.:

  • Ocimum basilicum v. minimum ‚Green Globe‘, in Italien ‚Finissimo Verde a Palla‘, sehr feinblättrig, stark verzweigt und kugelig wachsend, gutes Aroma
  • Ocimum basilicum v. minimum ‚Spicy Globe‘, ziemlich große Blätter für ein Buschbasilikum, schön kompakter Wuchs

Wirklich mehrjährig und ausdauernd sind die stecklingsvermehrten Sorten des Buschbasilikums:

  • Ocimum basilicum v. minimum ‚Corfu‘, blüht höchstens am Ende des Sommers, lange Ernte, leicht rötliche Stängel und Blätter, sehr robust
  • Ocimum basilicum v. minimum, Griechisches Buschbasilikum, wächst als kleiner Strauch, hat kleine Blättern mit ausgeprägtem Aroma
  • Ocimum basilicum var. minimum, Türkisches Buschbasilikum, winzige Blätter, ungewöhnlich süßer, fast parfümierter Duft

3. Ganz anderer, ausdauernder Basilikum

  • Ocimum americanum (canum), Wildes Basilikum oder Tulsi, vermutlich das robusteste Basilikum, gesund, viele rosa Blüten, Pimentaroma für warme Speisen und Pesto
  • Ocimum americanum (canum) x, Afrikanisches Zitronenbasilikum, kleinblättrig und haarig mit fruchtigem Limonenaroma und zarten Blättern
  • Ocimum americanum (canum) x basilicum ‚Wildes Purpur‘, braucht wenig Wärme, wächst (lange getestet bei Kräuter Rühlemann) auch in Norddeutschland im Freien, wüchsiger als andere rotlaubige Sorten, gutes, pfeffriges Aroma, tiefrosa Blüten, sehr robuste Sorte
  • Ocimum gratissimum, Afrikanisches Baumbasilikum vom Kilimandscharo, wird sehr groß und ist sehr robust, gutes, nelkenartiges Aroma
  • Ocimum kilimanandscharicum x basilicum ‚Purpurascens‘ oder ‚African Blue‘, Kreuzung roter Basilikum x Kampferbasilikum, herber Geschmack, gesund und wüchsig
  • Ocimum basilicum ‚Reunion‘, Sorte von der tropischen Insel Réunion mit cremeweißen Blüten und leichtem Anis-Arom
  • Ocimum tenuiflorum, Thai-Basilikum ‚Kaprao‘, grün, großblättrig, robust, mildes Aroma
  • Ocimum tenuiflorum, Thai-Basilikum ‚Kaprao‘ rot oder in Indien Rotes Tulsi, Blätter mit metallischem Rothauch, braucht viel Wärme, wächst langsam, starkes Nelken-Aromabasilikum
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1 KOMMENTAR

  1. Ich finde eure Idee mit den Basilikum anpflanzen richtig unschlagbar! Großartige Idee und die Umsetzung ist typischerweise auch grandios

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